Insbesondere während der Heizperiode, aber auch bei Bränden, defekten Feuerungsanlagen oder Einsätzen mit Verbrennungsmotoren kommt es regelmäßig zu CO-bedingten Gefahrenlagen. Eine zuverlässige persönliche Gasüberwachung gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.

Kohlenmonoxid: Die unterschätzte Gefahr

Anders als Rauch oder offene Flammen ist Kohlenmonoxid für Einsatzkräfte häufig nicht unmittelbar erkennbar. Gerade deshalb wird CO oft als „unsichtbarer Killer" bezeichnet.

Typische Ursachen für erhöhte CO-Konzentrationen sind:

  • Defekte Heizungs- und Feuerungsanlagen
  • Kamine und Öfen mit unzureichender Verbrennung
  • Verstopfte oder beschädigte Abgasanlagen
  • Brandeinsätze und Nachlöscharbeiten
  • Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen
  • Stromaggregate und Heizgeräte

Da die Symptome einer CO-Vergiftung zunächst unspezifisch sein können, bleibt die Gefahr häufig lange unentdeckt.

Warum CO-Messungen für Feuerwehren immer wichtiger werden

Viele Feuerwehren verzeichnen seit Jahren eine steigende Anzahl sogenannter CO-Einsätze. Alarmierungen aufgrund ausgelöster Kohlenmonoxidmelder, defekter Heizungen oder unklarer medizinischer Notfälle gehören mittlerweile zum Alltag.

Besonders kritisch sind dabei:

  • Wohngebäude mit Feuerstätten
  • Tiefgaragen und Kellerräume
  • Gewerbliche Heizungsanlagen
  • Einsatzstellen nach Bränden
  • Bereiche mit Notstromaggregaten

Eine frühzeitige Warnung vor gefährlichen Konzentrationen unterstützt die Sicherheit der Einsatzkräfte und erleichtert die Lagebeurteilung vor Ort.

Personenbezogene CO-Warner als zusätzliche Sicherheitsstufe


Neben klassischen Mehrgasmessgeräten kommen zunehmend personenbezogene CO-Warner zum Einsatz. Diese werden direkt an der Einsatzkleidung getragen und überwachen kontinuierlich die Atemluft im unmittelbaren Umfeld der Einsatzkraft.

Ein Beispiel hierfür ist das Dräger Pac 6500 in der CO-Ausführung. Das kompakte Eingasmessgerät wurde speziell für die personenbezogene Überwachung entwickelt und misst Kohlenmonoxidkonzentrationen kontinuierlich. Das Gerät verfügt über optische, akustische und Vibrationsalarme und warnt die Einsatzkraft unmittelbar bei gefährlichen Konzentrationen. Darüber hinaus ist das Gerät nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt und für anspruchsvolle Einsatzbedingungen ausgelegt.

Durch sein geringes Gewicht von rund 100 Gramm kann das Gerät dauerhaft an der Einsatzkleidung getragen werden und steht im Alarmfall sofort zur Verfügung. Die robuste Bauweise ermöglicht den Einsatz auch unter schwierigen Witterungs- und Umgebungsbedingungen.

Wichtig ist dabei weniger der Hersteller als vielmehr die konsequente Integration der Gaswarntechnik in das bestehende Sicherheits- und Einsatzkonzept.

CO-Warner im Rettungsdienst

Auch für Rettungsdienste gewinnt die CO-Überwachung zum Beispiel mit dem Dräger PAC 6000  zunehmend an Bedeutung. Immer wieder werden Rettungskräfte zu Patienten mit unklaren Symptomen alarmiert, hinter denen sich letztlich eine Kohlenmonoxidvergiftung verbirgt.

Mögliche Hinweise sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Bewusstseinsstörungen
  • Mehrere betroffene Personen in einem Gebäude

Ein personenbezogener CO-Warner kann bereits beim Betreten einer Wohnung oder eines Gebäudes auf eine mögliche Gefahr aufmerksam machen und so den Eigenschutz der Einsatzkräfte verbessern.

Schornsteinfeger als erste Sicherheitsinstanz

Schornsteinfeger gehören zu den Berufsgruppen, die regelmäßig mit Feuerungsanlagen und Abgassystemen arbeiten. Sie erkennen potenzielle Gefahren häufig bereits bevor ein Schadenereignis eintritt.

Bei Tätigkeiten an:

  • Heizungsanlagen
  • Kaminanlagen
  • Abgasleitungen
  • Feuerstätten
  • Blockheizkraftwerken

kann ein persönlicher CO-Warner eine zusätzliche Sicherheitsstufe bieten. Gerade bei Wartungs- und Kontrollarbeiten in engen Räumen oder schlecht belüfteten Bereichen ermöglicht die kontinuierliche Überwachung eine frühzeitige Warnung vor gefährlichen Konzentrationen.

Vergleich verschiedener CO-Überwachungslösungen


SystemMessbereichEinsatzbereichVorteil
CO-Warner (Eingasmessgerät)KohlenmonoxidPersönliche ÜberwachungPermanent am Mann
MehrgasmessgerätMehrere Gase gleichzeitigFeuerwehr, Industrie, RettungsdienstUmfassende Gefahrenanalyse
Stationäre CO-MelderGebäudeüberwachungWohn- und GewerbeobjekteDauerhafte Raumüberwachung

Welche Lösung geeignet ist, hängt von der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung und den organisatorischen Anforderungen ab.

Technik als Teil eines Gesamtkonzepts

Gaswarntechnik kann Gefahren frühzeitig erkennen – sie ersetzt jedoch weder Ausbildung noch Einsatzroutine.

Entscheidend sind:

  • Regelmäßige Schulungen
  • Sichere Messtaktik
  • Klare Einsatzabläufe
  • Dokumentierte Freigabeprozesse
  • Regelmäßige Funktionsprüfungen und Kalibrierungen

Erst das Zusammenspiel von Technik, Fachwissen und Einsatzpraxis sorgt für ein wirksames Sicherheitskonzept.

Fazit: CO-Warner erhöhen die Sicherheit bei alltäglichen und besonderen Einsatzlagen

Kohlenmonoxid bleibt eine der größten unsichtbaren Gefahren für Feuerwehren, Rettungsdienste und Schornsteinfeger. Moderne personenbezogene CO-Warner ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung der Atemluft und können gefährliche Konzentrationen frühzeitig erkennen. Geräte wie das Dräger Pac 6500 unterstützen Einsatzkräfte dabei, Risiken schneller zu identifizieren und den Eigenschutz zu verbessern. Entscheidend bleibt jedoch die Einbindung der Messtechnik in ein ganzheitliches Sicherheits- und Ausbildungskonzept.

Sie möchten Ihre Einsatzkräfte mit personenbezogener CO-Warntechnik ausstatten oder bestehende Messkonzepte überprüfen?

Die Experten von Massong beraten Sie gerne bei der Auswahl geeigneter CO-Warner, Mehrgasmessgeräte und ergänzender Messtechnik für Feuerwehr, Rettungsdienst, Schornsteinfegerwesen und Industrie.